Die Chronik

60 Jahre Chorgesang inLaupheim

Der Grundstein für den Chorgesang wurde in Laupheim im Jahre 1858 gelegt. Fast gleichzeitig bildeten sich zwei dem Männergesang interessierte Kreise, welche die Gründung der Gesangvereine „Cäcilia“ und „Concordia“ einleiteten. Aus kleinen Anfängen heraus entwickelten sich zwei Chorgemeinschaften, die in edlem Wettstreit ihr Bestes boten und die musikalische Leistung von Jahr zu Jahr steigerten. Unter den alten Fahnen beider Vereine fuhren Generationen von Sängern zu den Liederfesten, um preisgekrönt wieder heimzukehren. Viele Ehrenurkunden, Pokale und Medaillen geben Zeugnis von den einstigen Erfolgen. In der Einstufung hatten sich beide Vereine bis zum erschwerten Kunstgesang emporgearbeitet.

Durch Angliederung von Frauenchören im Jahre 1928 wuchsen die Vereine nicht nur zahlenmäßig, sondern auch die Programmgestaltung erfuhr eine wesentliche Belebung und Bereicherung. Als am 12. September 1933 beide Liedgemeinschaften sich im Sängerbund „Cäcilia-Concordia“ zusammen schlossen, konnte der aus einer großen Anzahl geschulter Sängerinnen und Sänger bestehende Klangkörper selbst dem kritischen Zuhörer einen erstklassigen musikalischen Genuss vermitteln.



1933 Das 75-jährigeJubiläum der beiden Vereine „Cäcilia und „Concordia“ wurde am 1. und 2. Juli 1933 feierlich begangen. Der damaligen Zeit entsprechend, wurde es mit einemFackelzug und einer „Vaterländischen Abendfeier“ auf der Höhenanlage eingeleitet.

Der zweite Tag galt zunächst der Totenehrung, wobei durch den Vorstand der „Concordia“ Oberlehrer Hartmann, am Kriegerehrenmal ein Kranz niedergelegt wurde. Nach Beendigung des Festgottesdienstes fand im Rabensaal ein Festbankett statt, bei welchem den beiden Vereinen von den Spitzen der Behörden und der beiden Gaue nicht nur die Glückwünsche, sondern für ihre Arbeit um das deutsche Lied auch der gebührende Dank ausgesprochen wurde. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass von verschiedenen Rednern bei dieser Gelegenheit die Anregung zur Verschmelzung beider Vereine erging. Das Jubiläums-Festkonzert hinterließ bei allen Besuchern einen unvergesslichen Eindruck. Es bedeutete für die Stadt ein musikalisches Ereignis.

Der Zusammenschluss der beiden Vereine

Wider Erwarten schnell fanden sich wenige Wochen nach dem Jubiläum die Ausschüsse wieder zusammen, um über den Zusammenschluss beider Vereine zu beraten. Die gemeinsamen Singstunden vor dem Jubiläum scheinen das Ihrige dazu beigetragen zu haben, dass der Verschmelzungsprozess so rasch vorangetrieben werden konnte.

Die denkwürdige Versammlung für den gemeinsamen weiteren Weg des Vereins fand am 12. September 1933 im Saale des „Hotels Post“ statt.

Obwohl in beiden Vereinen einige Gegner der Verschmelzung vorhanden waren, wurde die Vereinigung einstimmig beschlossen, und mit dem Schwäbischen Sängerwahlspruch: „ Das Herz voll Lieder froh und frei, dem Staufenbanner ewig treu, so stehn wir ein in Lust und Leid allzeit für Deutschlands Herrlichkeit „ wurde der Sängerbund „Cäcilia-Concordia“ Laupheim aus der Taufe gehoben.


Wiedergründung

1947 Erst jetzt erfolgte eine Lockerung des Besatzungsstatus, und die Militärregierung gestattete eine durch Kaufmann Josef Hänle einberufene Neugründungsversammlung des „Sängerbund Cäcilia-Concordia Laupheim“. Für den noch in russischer Kriegsgefangenschaft befindlichen ehemaligen Dirigenten Hermann Rudolf übernahm nun Franz Lauber die Chorleitung. Zügig erfolgte unter seiner Stabführung die Schulung der Chöre, die im Jahre 1949 über 114 Sänger und 80 Sängerinnen verfügten.


1958100-Jahr-Feier“ des Sängerbundes

Auf das Laupheimer Heimatfest 1958 wurde die 100-Jahr-Feier des Sängerbundes gelegt.

In diesem Jahr erfolgte auch die Verleihung der „Zelter-Plakette“ an den Sängerbund durch Bundespräsident Theodor Heuss „als Auszeichnung für die in langjährigem Wirken erworbenen Verdienst um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes“. Die Ehrung wurde durch Regierungspräsident Birn vorgenommen.



17. November 2018 Jubiläumskonzert „160 Jahre Sängerbund Laupheim

Zeitsprünge und die Geschichte von Freiheit und Recht


Jörg Zenker schrieb die Geschichte und die 12 Artikel, die Tobias Wahren vertonte.



18. November 2018 Freundschaftssingen im Kulturhaus